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Moin

Die chinesische Metropole Shanghai hat aktuell mit der Seuche zu kämpfen und wird isoliert. Eine sinnreiche Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung.
Aber, *schluchz*, leider ist der spätrömische Adel, auch bekannt als zentraleuropäische Wohlstandbürger, davon abhängig, sich von dort jeden Tag lustige Pakete mit sinnlosem Schnickschnack herschippern oder rüberfliegen zu lassen. Wie soll das auch sonst gehen, das ist doch kein Leben, mit Turnschuhen, die älter als ein Monat sind!

Un.
Zu.
Mut.
Bar.

Das deutsche Leidmedium:

Die Finanzmärkte haben nervös auf den Lockdown in der internationalen Wirtschaftsmetropole in Shanghai reagiert. Aus Furcht vor einer geringeren Nachfrage aus China ziehen sich Anleger aus dem Rohölmarkt zurück.

Nur gut für die Umwelt, aber was hilft es uns, am Leben zu sein, wenn das neue Geekspielzeug nicht in der Post ist, die Kunststoffproduktion nicht auf 110% läuft und demgemäß mal grad weniger überlebenswichtige Dinge hergestellt werden? Eben!

Weg mit den Enkeln, her mit dem Thermomix!

Was fällt den Chinesen ein, uns die miese europäische Ökobilanz nicht abzunehmen? Sie sollen gefälligst unsere Luxusspielzeuge herstellen! Frechheit! So, ich hoffe, ausnahmsweise mal den grundlegenden Tenor im Preußen des 21. Jahrhunderts getroffen zu haben.

*seufz*

Dabei geben wir uns doch soviel Mühe, den Planeten für die CO2 atmenden und temperaturresistenten Lebensformen gemütlich einzurichten.
Grad in Europa sind wir da ganz vorne dabei, es wird gebaut, gezüchtet, recyc^Wverbrannt, gefahren und gelindnert, was das Zeug hält.
Die Süddeutsche Zeitung hat da, welch' Überrraschung, herausgefunden, dass ein Drittel der europäisch lokalisierbaren CO2-Equivalente von 30, in Worten "dreißig", Firmen produziert werden.

30 Unternehmen verursachen mehr als ein Drittel der deutschen Emissionen. Wer in der EU ein Kohlekraftwerk, eine Raffinerie oder eine Chemiefabrik betreibt, muss für die Emissionen bezahlen, die dort in die Luft geblasen werden - und sie bei den Behörden melden. Aus diesen öffentlichen Daten lässt sich ablesen, welche Unternehmen die meisten Treibhausgase verursacht haben.

Die Tagesschau hat auch was dazu:

Die größten Emittenten, insbesondere von Kohlendioxid, waren demnach die Energiekonzerne RWE und Lausitz Energie Kraftwerke. Aber auch die Auto- und Stahlindustrie verursachte große Mengen von Treibhausgas-Emissionen: thyssenkrupp und Volkswagen fanden sich ebenso unter den 30 größten Emittenten wie der Chemiekonzern BASF oder die Zementhersteller Holcim und Heidelberg Cement.

Na, da kann man doch stolz drauf sein, wir können noch was. Nach dem wir uns milden Herzens die beglückten Gesichter von Scholz, Lindner, Merz und Co angeschaut haben, holen wir dann eben das Ebike aus dem hinteren Teil der Garage und machen eine umweltfreundliche Radtour zum Supermarkt und zurück, um eine Kiste mit CO2 versetztem Wasser zu kaufen.